Kindergarten

„Erkläre es mir und ich werde vergessen. Zeige es mir und ich werde mich erinnern. Lass es mich tun und ich werde verstehen.“ – Konfuzius

In den ersten sieben Jahren unseres Lebens erfahren wir auf körperlich-sinnlicher Ebene alles, was für den Rest unseres Lebens wesen-tlich sein wird. Was für eine Verantwortung für uns Erwachsene!

Mit unserer kleinen Gruppe von Kindern gestalten wir ein altersdurchmischtes Zusammenleben und -Lernen, wobei sich freie Beschäftigung und geführte Sequenzen in gesundem Rhythmus abwechseln. Dabei verbringen wir täglich viel Zeit im Garten und im Park, wo das Angebot an reichhaltigen Sinneserfahrungen am breitesten ist. Wir vertrauen der inneren Motivation des Kindes und begleiten es unter dem Motto „Alles zu seiner Zeit“. Wir verzichten bewusst darauf, Kinder vor ihrer Schulreife (Beginn des Zahnwechsels) intellektuell zu fördern. Die individuellen Veranlagungen und Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Kinder werden besonders beachtet. Entwicklungsverzögerungen werden durch vielseitige Spiel- und Lernangebote harmonisiert. So können die Kinder die Kräfte und Intentionen entfalten, die sie in sich tragen.

Tagesstruktur

  • freies Spiel/künstlerische Tätigkeit drinnen (kneten, malen, zeichnen, backen, gestalten)
  • Morgenkreis mit rhythmisch-musikalischer Bewegungseinheit
  • Znüni
  • freies Spiel draussen
  • Geschichte/Puppenspiel zum Abschluss

 

 

1.-6. Schuljahr

„Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.“ – Erich Kästner

In den ersten Schuljahren, in denen die eigene Urteilskraft der Schüler erst heranreift, ist „bildhafter“ Unterricht ein wesentliches Unterrichtsprinzip. Der Unterrichtsstoff wird so behandelt, dass die Kinder zusammen mit dem Anschaulichen auch das Gesetzmässige und Wesenhafte der Dinge im Sinne echter Bilder verstehen und erleben. Die Kinder tauchen tief in die jeweiligen Inhalte, weshalb ein grosser Teil des Unterrichts in mehrwöchigen Epochen und Projekten stattfindet. Der Fachunterricht (Sprache, Mathematik Fremdsprachen, künstlerische und handwerkliche Tätigkeiten) wird in regelmässigen Wochenstunden erteilt. Die Inhalte des Unterrichts werden auf das kindliche Lernen abgestimmt. Sie sind in den Lehrplänen der Rudolf Steiner Schule und des LP21 konkretisiert und festgelegt. Wissen und Können werden so gefördert, dass das Kind stolz auf seine persönlichen Leistungen sein kann, sein Interesse am Sachwissen geweckt und seine persönlichen Potentiale hervorgehoben werden. Der Unterricht findet im Klassenverbund wie auch in Gruppen statt. Bei Bedarf werden für einzelne Schüler/innen Förderpläne entwickelt.

Die Entwicklung des Kindes hat allgemeine und individuelle Gesetzmässigkeiten. In der Kinderinsel wollen wir diese berücksichtigen und auf die altersentsprechenden wie auch auf die individuellen Bedürfnisse eingehen. Die Inhalte des Unterrichts werden auf das kindliche Lernen abgestimmt. Der Unterricht stellt die Entwicklung der Kinder über den Lehrplan. Er orientiert sich am Dreigliederungsgedanken Rudolf Steiners. Demnach werden die drei grundlegenden Fähigkeiten Denken, Fühlen und Wollen gefördert.

In diesem Sinne befolgt die Kinderinsel folgende methodisch-didaktischen Grundsätze:

  • Lernen durch Tun
  • Vielseitige Sinneserfahrungen
  • Altersdurchmischtes Lernen
  • Künstlerische Unterrichtsgestaltung
  • Projektorientierter Unterricht
  • Prozessorientierter Unterricht (Der Weg ist das Ziel)
  • Ressourcenorientierter Unterricht
  • Epochenunterricht, Fachunterricht, Projekte und andere Unterrichtsformen
  • Rhythmische Tagesstruktur
  • Fremdsprachunterricht ab der ersten Klassenstufe
  • Beurteilung durch differenzierten Lernbericht (keine Noten)
  • Zeugnisse, die vor allem die Entwicklung des Schülers darstellen und würdigen, und Anregungen für die weitere Arbeit geben
  • Bewegtes Klassenzimmer
  • Ausweitung des Klassenzimmers auf Garten, Park, Werkstätten in der Umgebung (Holzwerkstatt, Tonwerkstatt, Steinwerkstatt, Kräuterschule, Hühnerstall, Pferdestall usw.)
  • Gelebtes Vorbild: nachahmenswertes Verhalten der Erwachsenen
  • Klare Regeln
  • Sicherheit und Verankerung durch Rituale und Jahresfeste

 

 

Aufnahme

Elternbeziehung

Die Erziehung der Kinder ist das gemeinsame Anliegen von Eltern und Lehrpersonen. Uns ist der Austausch mit den Eltern über pädagogische Fragen sehr wichtig. Elterngespräche sind nach Bedarf jederzeit möglich. Es findet jedes Semester ein Elternabend statt, wo die Themen der Kinderinsel besprochen werden. Wenn sich Eltern aktiv beteiligen möchten, gibt es diverse Möglichkeiten zur Mitgestaltung.

Finanzieller Beitrag

Für eine möglichst kostendeckende Rechnung verrechnen wir einen Tagesansatz pro Tag und Kind. Uns ist es ein grosses Anliegen, dass jedem Kind der Besuch der Kinderinsel ermöglicht werden kann. In einem Finanzgespräch wird gemeinsam mit den Eltern deren Beitrag bestimmt.
Weitere Details → Finanzierung

Anmeldung

An einem Orientierungsgespräch können Sie sich unverbindlich über uns informieren. Bei Interesse wird ein pädagogisches Aufnahmegespräch vereinbart. Für Orientierungsgespräche können Sie jederzeit einen persönlichen Termin mit uns vereinbaren. → Kontakt

 

Feedback Eltern

«Die Kinderinsel ist genau der richtige Ort für unsere Kinder, weil sie da einen geschützten Raum für sich haben, in dem sie sich frei entfalten und SIE SELBST SEIN dürfen. Das ist unglaublich wertvoll. Sie werden sehr liebevoll, mit viel Einfühlungsvermögen und Zutrauen darin begleitet, Verantwortung zu übernehmen und selbst zu entscheiden. Jedes Kind wird dort abgeholt, wo es ist und so gesehen, wie es ist. In seiner Einzigartigkeit. Talente werden so ganz natürlich entdeckt und vertieft. Ausserdem ist die Kinderinsel für uns so wertvoll, weil die Kinder vom familiären Umfeld getragen werden. Der ganze Raum wird von allen Beteiligten sehr liebevoll gehalten und gestaltet – man merkt, dass das gesamte Team mit vollem Herzblut und Leidenschaft dabei ist.»  (Elisabeth F)

«An der Kinderinsel schätze ich besonders, dass meine Tochter einen Kindergarten besuchen kann, der so klein ist, dass sowohl die Beziehung zwischen Kindern und Lehrpersonen als auch zu den Eltern tagtäglich und direkt gelebt werden kann und auch gelebt wird.» (Hubertus P)

«The Kinderinsel is the kind of place I always dreamed my children could grow, learn, and BE THEMSELVES in. It’s small size guarantees attention and care is payed to what makes each individual realize their fullest potential on their voyage of self discovery, learning about the world at large, and finding their place within it. As much emphasis is placed on nature exploration, creative play, ritual and imagination, as on science, language, social studies and all the other more standard pedagogies.  All together, this surely results in a more happy and engaged child in the short term, and a more well rounded person in the long run.»   (Aaron G)

«Für meinen Sohn, welcher die 1. Klasse sowie ein halbes Jahr der 2. Klasse in der Staatsschule verbracht hat, war die Kinderinsel ein grosses Geschenk. Er hatte wieder Freude daran, in die Schule zu gehen und fand in der durchmischten Klasse schnell auch sozialen Anschluss. Noch heute, mein Sohn kommt nun in die 5. Klasse, sehe ich diese Schule als wahrhaftige Insel im System. Die Kinder werden äusserst liebevoll dort abgeholt wo sie sind, mit viel Verständnis und Achtsamkeit werden sie begleitet und angeleitet. So wird ihnen in diesem Raum ermöglicht, sich frei und nach ihren Vorlieben und Stärken, ganz individuell und natürlich zu entfalten und zu entwickeln. Und sie finden dort Unterstützung, wo sie diese benötigen. Dies schafft Selbstvertrauen und stärkt das Verantwortungsgefühl. Die Schule und auch die Elternschaft pflegt einen sehr offenen, unterstützenden und liebevollen Umgang, was ich als enorm wertvoll erachte. Ich bin dankbar dafür, meinen Sohn in der Kinderinsel zu wissen. Seine gesamtheitliche Entwicklung stimmt mich sehr positiv.»   (Carmela C)